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GeoMon-Blog

In diesem persönlichem Blog widmen sich Sascha Heising und Heiko Störkel, gemeinsam mit Gastautoren, in unregelmäßigen Abständen zu Wort. Dabei werden, auch gerne mal etwas kritisch, sehr weiträumig Themen aus der Welt der Drohnen aufgegriffen und diskutiert. Die Beiträge spiegeln dabei in erster Linie die Gedanken und Meinungen der Autoren wieder und sollen zum Mitdiskutieren einladen. Über das Weiterleiten, Teilen und Verlinken der Beiträge freuen sich alle Autoren natürlich besonders.

Die Zukunft der Drohnen-Vermessung – ein gewagter Blick durch die Kristallkugel

Persönlich stelle ich mir immer wieder die Frage in welche Richtung sich die Drohnen-Vermessung entwickeln wird. Jedes Jahr gibt es auf den einschlägigen Messen, allen voran der INTERGEO, Neuerungen, Verbesserungen und auch ein paar Innovationen zu bestaunen. Einige Hesteller sind mit vielversprechenden Entwicklungen vorweggeprescht, z.B. rTK, Brushless Gimbal, VTOL (vertical take-off and landing) sowie Multi-Sensoraufhängung. An anderer Stelle haben sich die Entwicklungen wieder egalisiert, wie z.B. bei der durch den Akku bestimmten Flugdauer oder der Fluggeschwindigkeit und Aufnahmewinkel. Aber welche Felder versprechen nun das größte Entwicklungspotential? Aus meiner Sicht kommen dafür in erster Linie drei in Frage: Erstens Robotik und Automatisierung, zweitens Sensorik und drittens Software. Wie begründe ich nun diese These?

Pressebild INTERGEO

Quelle: copyright HINTE Messe/INTERGEO

Robotik hat ihr Potential noch nicht ausgeschöpft und rechtlich ausschöpfen dürfen

Das für mich in jeder Hinsicht spannendste Themenfeld ist die vollständig automatisiert operierende Robotik. Komplett autonom arbeitende Systeme sind zweifelsohne die Zukunft und wahrscheinlich im besonderen Fokus der Investoren, da die wirtschaftlichen Aussichten extrem verlockend scheinen. Angefangen von vollständig autonomen Starts und Landungen bis hin zu automatisierten Routinen für Ladung, Wartung und Datenaustausch.

Bei der Automatisierung wird es vor allem um zwei Aspekte gehen. Interaktion der Maschinen untereinander, Stichwort Schwarmverhalten und insbesondere die Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse, hier vor allem der Kollisionsschutz. Es gibt schon interessante technische Umsetzungen dazu, vor allem an Universitäten. Natürlich ist der Einsatz dieser Entwicklung außerhalb der Versuchsanlagen derzeit rechtlich untersagt. Wohlgemerkt – noch, denn die Integration solcher autonom operierenden Systeme in unseren Luft- aber auch Lebensraum wird nicht zuletzt eine gewichtige politische Entscheidung der näheren Zukunft werden. Ich glaube es wird genauso kommen wie bei vollständig autonom fahrenden Autos. Ist der wirtschaftliche Anreiz erst mal da, wird der Wandel nicht aufzuhalten sein.

Multisensorplattformen gehört die Zukunft

Warum nur einen Sensor dabei haben, wenn man gleich ein halbes Dutzend an Messdaten aufnehmen kann? Einige Hersteller machen zaghafte Versuche, zum Beispiel mit der Verschneidung von RGB und Infrarot-Daten. Aber es wird noch viel weiter gehen. Multi- und Hyperspektralsensoren werden genauso in die Breite gehen wie hochspezialisierte Messsonden, z.B. für meteorologische Untersuchungen. Und für alle anderen wird es zumindest True-Stereoaufnahmen geben. Was mit der neuen Fülle an Daten geschieht, bzw. geschehen soll und wie diese sinnvoll genutzt werden können, das steht selbstverständlich auf einem ganz anderen Blatt.

Software, das unbestellte Land

Ebenfalls eines der spannendsten Entwicklungsfelder wird die Software sein. Insbesondere dann, wenn man den Begriff um den Kern der eigentlichen Flugprogrammierung erweitert. Wir haben dabei mit DroneSquare selbst eine Software zur intelligenten Missionsvorbereitung und Buchung konzipiert. Agisoft und andere arbeiten an immer besser werdender Post-Processing-Software. Die möglichst vollständige und reibungslose Verzahnung von der Missionsplanung bis zur Abrechnung und Buchführung wird das Zukunftsfeld von Software sein.

Sie sind nicht meiner Meinung oder haben ein ganz anderes Thema im Blick? Kein Problem, schreiben Sie uns Ihre Meinung. Wir freuen uns!

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Drohnen-Absturz unmittelbar hinter Ski-Star Marcel Hirscher

 

Unglaublich! Da fährt Marcel Hirscher gerade beim Weltcup-Slalom am 22.12.2015 sein Rennen und urplötzlich stürzt eine Drohne vom Himmel, schlägt mit voller Wucht unmittelbar an der Stelle auf, die er nur Zehntelsekunden zuvor passierte und zerspringt in tausend Teile. Wer es nicht live gesehen hat, bekam es spätestens in den Nachrichten oder den Tagesthemen mit.

 Marcel Hirscher fast von Drohne getroffen

Kamera-Drohne stürzt während des Nachtslaloms von Madonna di Campiglio knapp hinter Ski-Star Marcel Hirscher auf die Strecke (Quelle: Ausschnitt des Videos auf Eurosport.de)

 

Das war nicht nur für die Sportkommentatoren und Zuschauer in Madonna di Campiglio ein Schock! Es wirft auch für Experten der Branche Fragen auf. Die erste ist selbstverständlich: wie konnte das passieren?
Diese ist noch nicht von offizieller Seite beantwortet, aber es wird sehr wahrscheinlich auf einen leeren Flugakku oder einen Systemausfall im Gerät zurückzuführen sein. Wenn es ein leerer Akku war, so ist das einem Bedienfehler gleichzusetzen, denn der Pilot hat die Stromversorgung jederzeit im Auge zu behalten. Zudem muss man fragen, wieso kein System eingesetzt wurde, das einen automatischen Return-Home- oder Save-Landing-Modus hat, der bei niedrigem Akkustand das Gerät an einer dafür vorgesehenen Fläche landet. Dass das Gerät von dem Steuerer absichtlich, also sozusagen als Drohnen-Attentat, auf den Sportler gestürzt wurde, halte ich für absurd und gehört in die Ecke der Verschwörungstheorien.

Die nächste Frage ist: war der Drohnenflug dort offiziell angemeldet bzw. im Rahmen welcher Genehmigung zulässig?
UAV dürfen in Italien, wie auch in Deutschland, zu gewerblichen Zwecke mit einer Aufstiegsgenehmigung der italienischen Zivilluftfahrtbehörde ENAC genutzt werden. In Italien ist auch deren Einsatz bei Ski-Rennen erlaubt, dies ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz hingegen verboten. Dieser Ski-Event war ein Nachtslalom, d.h. es wurde bei Nacht und über Menschenansammlungen geflogen. Dies war ganz sicher nicht im Rahmen einer gewerblichen Aufstiegsgenehmigung zulässig. Der Pilot müsste also eine Sondergenehmigung gehabt haben, die meiner Einschätzung nach, bei einer solchen Veranstaltung nicht erteilt werden würde, da die geforderten Sicherheitsauflagen wohl kaum zu erfüllen sein würden.

Die viel interessantere Frage ist meines Erachtens jedoch: warum müssen bei einer solchen Sportveranstaltung Kamera-Drohnen überhaupt eingesetzt werden?
Die Sportler starten an immer der gleichen Position, fahren einen genau vordefinierten Parcours entlang und kommen hinter einer ebenso definierten Ziellinie zum Stehen. Wozu benötige ich hier Drohnenaufnahmen? Die Streckenführung lässt hervorragende Kameraaufnahmen von stationären Kameras entlang der Strecke zu. Des Weiteren stellt sich die Frage, was hat die Drohne über der Fahrbahn zu suchen? Klar, über den Zuschauern (Menschenansammlungen) darf sie nicht fliegen. Hat sie also den Fahrer bei der Abfahrt verfolgt oder ist stationär an dieser Stelle postiert gewesen? In beiden Fällen muss man die Frage stellen, ob es nötig ist, eine Technik einzusetzen, die immer unsicher sein wird, als eine stationäre Kamera an der Seite. Es erschließt sich mir nicht, worin der große Mehrwert von Drohnenaufnahmen bei einer solchen Sportveranstaltung liegen soll. Bräuchte man eine Verfolgung der Athleten, wie z. B. bei der Tour-de-France, so wäre es sicherlich nachvollziehbar, statt eines Helikopters, ein UAV zu verwenden.

Für Veranstaltungen die in einem festen Rahmen oder Spielfeld stattfinden, sollten stationäre Kamerasysteme immer den Vorrang erhalten, bei Fußballspielen, wie auch bei Slalom-Abfahrten. Wenn stationäre Kamerasysteme einen zu großen Aufwand oder Eingriff darstellen würden, dann könnte man sie als fliegende stationäre Systeme über einer am Boden abgesperrten Zone nutzen, dies wäre problemlos möglich, da sie eine gegebene Position sehr zuverlässig halten können. Eine Gefährdung von Sportlern und Zuschauern für ein wenig spektakulärere Luftbilder halte ich jedoch für äußerst fragwürdig!

 

Das folgende Youtube-Video zeigt Aufnahmen vom österreichischen ORF, die den Drohnen-Absturzes beim Nachtslalom von Madonna di Campiglio zeigen.

 

Infos zu der Kamera-Drohne:

Bei der verwendeten Drohne handelt es sich nach Sichtung der Aufnahmen, um eine D800-X8, einen Koax-Oktocopter, d.h. an den vier Armen sind je zwei koaxiale Motoren mit Propellern angebracht (er sieht daher auf den ersten Blick wie ein Quadrocopter aus). Das Gerät besitzt auch ein elektrisch einziehbares Landegestell, das deutlich sichtbar zwischen den Armen herausragt. Je nach mitgeführter Ausstattung, also Gimbal, Akkus, Kamerasystem, Objektiv, kann das Startgewicht zwischen 5-10 kg liegen. In verschiedenen Medienquellen, wird von einer 14-Kilo-Drohne, gesprochen.

 

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GeoMon Zusammenfassung

Nachhaltigkeit und Transparenz in neuer Dimension:

Anders als beim herkömmlichen, meist bodenbezogenen, Monitoring wird bei GeoMon die Datengewinnung mittels „Drohnen“ also MUAV (Micro Unmanned Aerial Vehicles) durchgeführt und bietet die Möglichkeit eines mobilen, schnellen, umweltschonenden (geräusch- /emissionsarm) und häufigen Einsatzes. Die Bereitstellung der Geodaten und ihrer Auswertungen via Cloud-Services, ermöglicht dem Kunden den Vorteil, jederzeit seine Daten, mit GPS verortet, punktgenau vor Ort im Gelände (per Smartphone/Tablet) abzufragen.
Gute Bewirtschaftung von Flächen oder der Erfolg von Renaturierungsmaßnahmen wird nachvollziehbar, transparent und die Nachhaltigkeit der Wertschöpfung gestärkt.

 

 

Kontaktadresse

GeoMon
Heiko Störkel und Sascha Heising GbR

Senckenberganlage 31 (PF 80)

D-60325 Frankfurt am Main
GERMANY

 

 

 

 

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