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GeoMon-Blog

In diesem persönlichem Blog widmen sich Sascha Heising und Heiko Störkel, gemeinsam mit Gastautoren, in unregelmäßigen Abständen zu Wort. Dabei werden, auch gerne mal etwas kritisch, sehr weiträumig Themen aus der Welt der Drohnen aufgegriffen und diskutiert. Die Beiträge spiegeln dabei in erster Linie die Gedanken und Meinungen der Autoren wieder und sollen zum Mitdiskutieren einladen. Über das Weiterleiten, Teilen und Verlinken der Beiträge freuen sich alle Autoren natürlich besonders.

You may call them Unmanned Aerial Vehicle (UAV), Unmanned Aerial System (UAS), or Remotely Piloted Aircraft System (RPAS), but apart from some minor differences in terms of definition they are all UNMANNED, they are AIRBORNE and therefore they are DRONES. This category summarizes all concerning this new generation of flying robots.

Unterkategorien in dieser Kategorie:

Copter, Flächenflieger

Eine neue Präsenz – eine neue Realität

Berichte über Drohnen gibt es viele, mitunter besonders viele kuriose, auch wir hatten das bereits thematisiert. Nun aber vollzieht sich langsam ein Wechsel in der Berichterstattung, so nehme ich ihn zumindest wahr. Berichte über Drohnen werden – alltäglich und das nicht nur in Anwendungen die wir bei GeoMon und auch andere fachwandte Kollegen verfolgen, sondern in der kompletten Bandbreite. Ich nehme hier eine Veränderung der Semantik in der Berichterstattung wahr und sei es nur, dass die Kuriosität Drohne in Strahlkraft und somit Berichterstattung verliert. Dazu drei relativ aktuelle Beispiele, bei denen die Drohne selbst immer mehr in den Hintergrund tritt und die Anwendung in den Vordergrund tritt.

Fangen wir mit dem für mich schlimmsten Beispiel an. Die israelische Armee hat jüngst bei den Protesten am Gazastreifen unbemannte Fluggeräte benutzt, um Tränengas zu versprühen. Ohne den Konflikt selbst an dieser Stelle werten zu wollen, finde ich besonders auffällig, dass dies in den Nachrichten zwar explizit genannt wird aber an gleicher Stelle wäre man auch gewohnt, wenn es hieße „wurden Panzer aufgefahren“, „kam es zu heftigen Schusswechseln“ oder „setzte das Militär Artillerie ein“. Ich will damit sagen, die Drohne ist hier nahe am Alltag, wir akzeptieren DIESEN Einsatz schon, zumindest lehnen wir ihn nicht entschieden ab. Die Drohne als Randnotiz der Kriegs-/Krisenberichterstattung. Und ja, ich erwähne das, weil hier offensichtlich eine Geräteklasse verwendet wird, die auch im Elektronikbedarf erworben werden kann und nicht für teuer Geld vom Militär entwickelt wurde. Wer weiß, wie und nach welchen Kriterien die Drohne gesteuert wurde oder in Zukunft gesteuert wird. Darüber muss gesprochen werden!

Zweites Beispiel aus der Schweiz. Thema Landwirtschaft; Pflanzenschutzmittel. Was sicher vor nicht allzu langer Zeit als wahre Kuriosität gepriesen worden wäre, beschränkt sich hier im Artikel der Luzerner Zeitung auf den Einleitungssatz, denn der Einsatz „geschieht bereits“. Daran anschließend wird die Anwendung, Vor- und Nachteile sowie rechtliche Fragen besprochen. Ein Artikel, den man wohl ganz dem Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft zuordnen würde und dabei will ich es hier auch belassen.

Drittes Beispiel. OK, ganz ohne Kuriosität kommt auch die Berichterstattung im Frühjahr 2018 nicht aus. Worum gehts? Die russische Post hat einen ersten Feldversuch unternommen, um mittels Drohne Pakete zuzustellen und hatten damit, sagen wir wenig Erfolg. Der Bericht und ein kurzes Video gehen bereits bei Twitter und Co viral. Aber selbst hier tritt meiner Wahrnehmung nach die Kuriosität, der „haha-Moment“ über den Crash in den Hintergrund und die Anwendung in den Vordergrund.

Machen wir uns nichts vor. Drohnen sind einerseits alltäglich auf der anderen Seite noch nicht Alltag. Es gibt immer noch tolle und begrüßenswerte Entwicklungen, wenn etwa Ressourcen sparsamer eingesetzt werden können, es gibt fragwürdige Entwicklungen, an dessen Stelle man durchaus die Sinnfrage stellen darf und es gibt Entwicklungen, die sind schon weiter fortgeschritten, als das einem lieb sein kann. Ich zumindest nehme eine leichte aber zunehmende Veränderung in der Berichterstattung wahr. So sehr ich sie einerseits begrüße, da sie deutlich zur Versachlichung und Entspannung beiträgt, so sehr fürchte ich die einschläfernde Wirkung. Ich sehe auch weiterhin den dringend notwendigen Bedarf sich einen kritischen Abstand zur Technologie zu behalten. Und wer „Kill Decision“ von Daniel Suarez gelesen hat, wird mir schnell zu stimmen, selbst wenn er sein Geld mit Drohnen verdient.

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Die neue Drohnenverordnung – der große Wurf?

Mit reichlich Ambitionen ist Verkehrsminister Dobrindt an eine Reform der bestehenden Regelung zum Betrieb von unbemannten Fluggeräten, auch „Drohnen“ genannt, gestartet. Zitat: „Wir wollen die Chancen der Drohnen stärken aber auch gleichzeitig die Sicherheit erhöhen“. Ich will hier der Frage nachgehen, ob er den gewerblichen Anbietern damit gerecht geworden ist. Dabei geht es mir weniger um die Wiederholung der Fakten – was an anderer Stelle schon vielfach getan wurde, sondern um eine Bewertung der neuen Regelung. Ich beziehe mich in meinen Kommentaren ausschließlich auf offizielle Webseiten und Dokumente vom BMVI.

Die wesentlichen neuen Regelungen fasst das BMVI auf dieser Webseite zusammen. Bemerkenswert finde ich vor allem 3 Punkte. Erstens die neue Kennzeichnungspflicht, zweitens die „Chancen für die Zukunftstechnologie“ und drittens die Betriebsverbote.

Neue Drohnenverordnung

Kennzeichnungspflicht

Aus meiner Sicht hat diese Regelung in erster Linie einen sichtbaren neuen Markt für Plakettendrucker geschaffen. Auf Aluminium versteht sich. Mir erschließt sich der Nutzen der Plakette nicht. Denn eines ist klar. Wenn diese zum Einsatz kommt, ist es eigentlich schon zu spät – sprich ein post-Absturz Szenario. Denn wann sonst sollte eine dritte Person die Plakette lesen können? Im Flug, am Start- und Landeplatz? Wohl kaum. Nein, wenn ein Dritter – und nur so macht es Sinn – die Plakette liest, dann weil er das UAS oder Teile davon nach einem Absturz in der Landschaft findet. Der Schaden an Mensch, Gerät und Umgebung ist schon geschehen. Hier drängen sich mir parallelen zur Sicherheitsdebatte mit Videoüberwachung auf aber das nur am Rande. Der Steuerer hat ein ganz anderes Problem. Wo genau ist mein Modell abgestürzt? Sicher manche Modelle verwenden einen autonomen GPS-Peilsender, um die Suche zumindest einzugrenzen. Aber eigentlich sagt mir die Plakette doch nur, wen ich jetzt Anzeigen muss. Ob der das Geräte (diverse Missbrauchs Szenarien denkbar) auch wirklich steuerte, ist nicht ersichtlich. Für die gewerblichen Anbieter sehe ich in dieser Regelung daher nur einen sehr geringen Nutzen. Es mag nicht schaden, aber ich habe eher das Gefühl es handelt sich hier um ein Sicherheits-Placebo, als das wirkliche Bestreben den Luftraum sicherer zu machen. Wie eingangs erwähnt, die Hobbyisten betrachte ich hier nicht, hier mag man zu einem anderen Ergebnis kommen.

Chancen für die Zukunftstechnologie

Hier bricht sich wohl Dobrindts Zitat bann, dass man die Chancen nutzen möchte. Richtig ist, früher benötigte man eine allgemeine Aufstiegsgenehmigung des jeweiligen Bundeslandes, die man auch bezahlen musste. In der Regel war dies kein Problem und ich kann nur positiv über die Sachbearbeiter bei den Behörden, in der Regel bei den Regierungspräsidien der Bundesländer, sprechen. Ist die neue Regelung zu begrüßen? – Sicher uneingeschränkt ja, wenngleich die abgeräumte Hürde für Geräte <= 5kg nie wirklich eine war. Auch finanziell war dies kein Hindernis. Aus meiner Sicht spricht hier noch etwas ganz anderes. Es ist schlicht die Kapitulation der Behörden vor der Antragsflut. Wie uns aus eigenen Recherchen bekannt ist, sind die Größenordnungen der Anmeldungen in den letzten Jahren durch die Decke gegangen. Gleichzeitig wurde die Organisation in den Verwaltungen sehr unterschiedlich gehandhabt. In einigen Bundesländern musste man das Gerät anmelden, in anderen wieder den Betreiber/Piloten. Auch erschließt sich mir überhaupt nicht, warum nun Geräte <=5kg nicht außerhalb der Sichtweite betrieben werden können, bei Geräten ab 5 kg aber eine Erlaubnis erteilt werden kann. Dazu sagt das Gewicht aus meiner Sicht viel zu wenig über das System aus. Und es fallen eine Menge Geräte in diese Kategorie, die technisch durchaus in der Lage sind, außerhalb der Sichtweite gesteuert zu werden. Diese einseitige Regelung ist aus meiner Sicht murks. Ob die Behörden trotzdem mit sich reden lassen, wird die laufende Erfahrung zeigen.

Betriebsverbote

Von größter Bedeutung sind nun vor allem die Betriebsverbote und da fällt eine Menge darunter. Wenngleich viele Regelungen sinnvoll und altbekannt sind (Menschenansammlungen, Gefängnisse, etc.) ist vor allem die Regelung über Wohngrundstücken, diejenige die am meisten diskutiert werden dürfte. Und wieder, wir nehmen die Perspektive der kommerziellen Anbieter ein. Das Einverständnis zum Überflug (auch Schrägansicht berücksichtigend) aller Grundstückseigentümer einzuholen, ist ab einer gewissen Größenordnung unwirtschaftlich und schlicht nicht umsetzbar. Was bleibt zu tun, wenn 49 zustimmen aber einer nicht? Auch dürfte der Umkehrschluss, ich informiere alle 50 und bitte um Einwände, rechtlich nur auf Millimeter dickem Eis gebaut sein. Bleibt also nur ein Weg: Ausnahmen. Und hier angekommen sind wir eigentlich wieder da, wo wir anfangs waren. Und entgegen der früheren Regelung ist der Spielraum hier deutlich kleiner geworden. Auch muss sich zeigen, wie sich der Prozess für die Ausnahmen etabliert. Insbesondere die Kollegen, die fast ausschließlich im Siedlungsbereich arbeiten, dürfen jetzt jedes Mal tätig werden – ich wünsche dabei viel Erfolg.

Fazit

Eingangs hatte ich die Frage in den Raum gestellt, ob das Ministerium mit den neuen Regelungen nun wirklich „die Chancen der Drohnen“ gestärkt hat. Aus meiner Sicht – nein. Das neue Gesetz und die Verordnung schaffen nichts, was vorher nicht auch möglich war. Zwar – und das wurde hier bewusst nicht diskutiert – haben viele Punkte Auswirkungen auf den noch viel unübersichtlicheren privaten Markt aber den Gewerbetreibenden dürfte mit dieser Verordnung nicht wirklich geholfen sein. Und ich lehne mich mal aus dem Fenster mit der Behauptung, dass gerade die Gewerblichen sich an die Regelungen – auch der Vernunft – gehalten haben und lieber mal etwas nicht gemacht haben, als die Hobbyisten. Auch den Kollegen in den Fachabteilungen der Behörden ist nicht geholfen. Auch Sie haben nun wieder das Problem auf dem Schreibtisch und in erster Linie jede Menge Einzelanträge zu prüfen. Wahrscheinlich mehr denn je.

Für mich daher auf keinen Fall der große Wurf. Eher der (verzweifelte) Versuch die Deutungshoheit zurück zu erlangen und ein paar Sicherheits-Placebos für die „besorgten Bürger“ zu verteilen. Und vor allem drängt sich mir ständig der Eindruck auf, man habe die (heutige) Technologie überhaupt nicht verstanden, denn es gäbe aus meiner Sicht mehr brauchbare Bewertungskriterien, als nur das Startgewicht. Aber das hat ja schon beim Dieselmotor nicht funktioniert.

Abschließend ein Wort zum Thema Sicherheit. Wie meine kurze Beleuchtung des Themas um die Kennzeichnungspflicht zeigt, müssen wir weiterhin über Sicherheit diskutieren, denn gelöst sind die Probleme aus meiner Sicht nicht.

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Die Flut hält an!

Ein kleiner persönlicher Nachbericht zur INTERGEO 2017

Eine der für mich bemerkenswertesten Beobachtungen der diesjährigen INTERGEO 2017 in Berlin war, das die Flut an neuen Drohnenherstellern immer noch anhält. Während einige Hersteller/Geräte, die noch letztes Jahr in Hamburg ausgestellt waren, dieses Jahr nicht mehr vertreten waren, sind wieder neue dazu gekommen, u.a. einige aus dem asiatischen Raum. Die Frage: Kann das gut gehen?

Marktkonsolidierung hat eingesetzt, wenn auch weniger offensichtlich

Aus meiner Sicht ganz klar nein. Dazu ist der Abstand den einige Hersteller allein beim Thema Technik und Vertrieb haben zu groß. Zudem sind Innovationen und technische Unterschiede einiger Geräte manchmal nicht einmal mehr auf den Datenblättern zu finden. Die Anzahl an Geräten gleicher Bauart wird schrumpfen. Was auf der anderen Seite zunehmen wird dürfte die weitere Spezialisierung der Drohnen sein. War bis vor wenigen Jahren noch ein leichter Laserscanner Neuheit genug, ist dies längst nicht mehr genug. Die Variabilität der Sensoren wird zunehmen und damit auch die Spezialisierung der Trägerplattform, man siehe hierzu z.B. Geräte mit beweglichen Greifarmen u.a. Im Feld der klassischen Vermessungsdrohnen dürfte aber noch weiter aufgeräumt werden.

INTERGEO 2017, HINTE Messe

Bildquelle: HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH / INTERGEO

An TOPCON führt kein Weg vorbei

Was sicher jedem Besucher aufgefallen sein dürfte, der auch den Außenbereich besuchte, dass an der strategischen Allianz INTEL/TOPCON kein Weg vorbeiführt. Diese Demonstration der Marktstellung war aus meiner Sicht, der insbesondere beide Plattformen (MAVinci Sirius und ASCTEC Falcon 8) seit langem und vielen Ausstellungen kennt, extrem beeindruckend. Die Botschaft ist aus meiner Sicht klar. Jede neue Plattform muss nun zunächst an TOPCON vorbei, um sich am Markt zu positionieren. Die Messlatte ist daher gesetzt. Ich bin sehr gespannt, ob sich diese Beobachtung im nächsten Jahr in Frankfurt fortsetzen wird und ob wir nochmal eine richtig große Innovation zu sehen bekommen.

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Intel® übernimmt Drohnenhersteller MAVinci

 

 

 


Der Halbleiterhersteller Intel®, vor allem bekannt für die Entwicklung und Produktion von Pc-Prozessoren hat die MAVinci GmbH aus St. Leon-Rot gekauft. Der Drohnenhersteller mit seinen 20 Mitarbeitern entwickelt und produziert eine der leistungsfähigsten Fixed-Wing-Drohnen der Branche. Der Sirius ist seit Jahren ein weltweit verbreitetes System, das seine Stärken vor allem im Bereich der Befliegung größerer Areale ausspielt. Bemerkenswert ist neben dem robusten Gesamtkonzept des UAV vor allem die Flugplanungssoftware. Ab der Version Sirius Pro war das Geräte auch mit einer RTK-Antenne ausgestattet, die ausgezeichnete Ergebnisse bei der Lagegenauigkeit der erhobenen Bilddaten ermöglichte.

Produktvideo MAVinci GmbH - Sirius Pro

Intel ist damit innerhalb kurzer Zeit der zweite Coup gelungen, nachdem es am 05.01.2016 den süddeutschen Kopterhersteller Ascending Technologies GmbH (AscTec) übernommen hatte. AscTec hatte vor allem bei der Entwicklung eines dreifach-redundanten Steuerungssystem (IMU) für Multikopter-Drohnen klar die Nase vorne. Das Unternehmen war somit führend bei Künstlicher Flugintelligenz und Kollisionsvermeidung sowie Flugstabilität.

Produktvideo AscTec GmbH - Falcon 8/Trinity IMU

Intel stellt mit diesen Übernahmen klar, dass es enorme Potenziale für die Entwicklung von Drohnen sieht - sowohl im kommerziellen als auch im Konsumerbereich. MAVinci werde in Intel's New Technology Group integriert, erklärt Anil Nanduri, Intels Head of Drone Business, im Interview mit VentureBeat.com. Mit der aktuellen Übernahmen erwirbt Intel natürlich auch Expterise in den Bereichen von Flugplanungsalgorithmen und Fixed-Wing-Drohnen-Design. Vereint mit den anderen Fähigkeiten darf man wohl gespannt sein, was zukünftig von der Halbleiterschmiede im Drohnenbereich entwickelt wird. Auf seiner Webseite macht der Konzern jedenfalls klar, in welche Richtung es geht.

Neben den Komponenten die zur Herstellung der Drohnen benötigt werden, ist aber natürlich auch die Prozessierung der erhobenen Daten ein Thema. Schließlich fliegen die Geräte in den wenigsten Fällen ohne Sensorik durch die Lüfte. Die Datenmengen, die via Kamera(s) erhoben werden, werden auch in Zukunft immer größer werden und für das Post-Processing solcher Datenmengen braucht es leistungsfähige Prozessorlösungen - ein Gebiet auf dem Intel schon lange Exzellenz beweist.

Den VentureBeat-Artikel (engl.) über Intel/MAVinci finden Sie hier.

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Pleiten, Pech und Pannen – das Drohnen-Kuriositätenkabinett auf Youtube

Kürzlich sah ich eher zufällig ein kurzes Video auf Spiegel-Online, in dem ein Bastler eine Motorsäge an einer Drohne montiert hatte um damit zu zeigen, … ja, was eigentlich? Das es geht? Das man damit ganz viel Böses anrichten kann? Das ich mir in Zukunft beim Heckenschneiden nicht mehr den Rücken krumm machen muss? Nein, das Video war kurios aber Sinn frei.

Der richtige Umgang mit der „Killer-Drohne“

Super – dachte ich mir, das erzeugt natürlich mal wieder Vertrauen in das Potential der Technologie und erinnerte mich spontan wieder an einige Messegespräche, die ich lieber nicht gehabt hätte. Und wie gerufen steht die Sensationspresse Spalier und schreibt von „Killer-Drohne“ und der „Gefahr von oben“. Manche Steilvorlagen kann man als Reporter halt einfach nicht liegen lassen. Eine gerechte Auseinandersetzung mit dem Thema bleibt in den Medien meistens auf der Strecke. Wir wollen gar nicht mehr wissen, sondern uns nur am Spektakulum ergötzen.

Das Kabinett des „Haha-Humors“

Angespornt vom jüngsten Video intensivierte ich meinen Blick auf das Thema Drohnen und Youtube, dem ich sonst nur sporadisch Beachtung schenke. Ein Blick in Youtube zeigt schnell, das hier beim Thema Drohnen das reinste Kuriositätenkabinett zu finden ist. Fast schon beängstigende Klick-Zahlen haben die „Drone-Crash- und -Saving-Videos“. Es ist für mich interessant zu sehen, wie Menschen Aufnahmen ins Netz stellen, wie sie mit einer Mischung aus Panik und Entschlossenheit alles dafür tun, ihre kleine Maschine (oder den letzten Monatslohn) vor dem Absaufen oder Schlimmerem zu bewahren – und dabei auch noch 6-stellige Klickzahlen erreichen. Hier einer meiner Favoriten:

Vierstellig = langweilig

Ganz anders sieht es bei den offiziellen Videos einiger Drohnenhersteller aus. Da sind oftmals 3- und 4-stellige Klickzahlen schon das höchste der Gefühle. Für Youtube bedeutet das nicht mehr mal ein Hintergrundrauschen. Woran liegt es also, dass selbst dümmliche Crash-Videos mehr Klickzahlen bekommen als Videos in denen einem wirklich einer was erklären will. Vielleicht erklärt es sich damit, dass sich auch die lustigsten Homevideos immer noch ihren Programmplatz sichern können, während Sendungen wie Löwenzahn aus dem Programm verschwinden. Zudem ist Youtube primär ein Unterhaltungsmedium. Dennoch, ich finde es befremdlich, dass man beim Aufkeimen einer neuen Technologie offensichtlich dem Ergötzen am (möglichen) Scheitern anderer mehr Beachtung schenkt, als der Freude daran, was Menschen mit dieser Technologie positiv bewirken wollen/können.

Ist uns der Erfindergeist abhandengekommen?

Vielleicht steckt aber noch viel mehr Sozialpsychologie dahinter als einem lieb sein kann. Deutschland – das Land der Dichter und Denker schaut nur noch Crash-Videos anstatt sich selbst an die Werkbank zu setzen? Kürzlich las ich einen sehr interessanten Artikel von Astrid Maier zum Thema Schulen im Silicon Valley.

Im Fazit des Artikels heißt es, dass vor allem der dort herrschende Pionier- und alles durchdringende Erfindergeist die Menschen beflügelt und die Region um Palo Alto zu solch einem besonderen Ort macht. Am Ende schreibt Maier den beeindruckenden Satz, dass „in Deutschland Malina (Anm.: ihre Tochter) immer Sängerin werden wollte. Nun will sie, (…), Erfinderin werden“. Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Medienkonsum ganz entscheidend unseren Horizont mitprägt. Wollen also mehr Menschen Drohnen-Crash-Piloten als Drohnen-Tüftler werden? – Nein, sicher nicht, aber das Gegenteil drängt sich mir auch nicht auf; und das finde ich sehr schade.

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GeoMon Zusammenfassung

Nachhaltigkeit und Transparenz in neuer Dimension:

Anders als beim herkömmlichen, meist bodenbezogenen, Monitoring wird bei GeoMon die Datengewinnung mittels „Drohnen“ also MUAV (Micro Unmanned Aerial Vehicles) durchgeführt und bietet die Möglichkeit eines mobilen, schnellen, umweltschonenden (geräusch- /emissionsarm) und häufigen Einsatzes. Die Bereitstellung der Geodaten und ihrer Auswertungen via Cloud-Services, ermöglicht dem Kunden den Vorteil, jederzeit seine Daten, mit GPS verortet, punktgenau vor Ort im Gelände (per Smartphone/Tablet) abzufragen.
Gute Bewirtschaftung von Flächen oder der Erfolg von Renaturierungsmaßnahmen wird nachvollziehbar, transparent und die Nachhaltigkeit der Wertschöpfung gestärkt.

 

 

Kontaktadresse

GeoMon
Heiko Störkel und Sascha Heising GbR

Senckenberganlage 31 (PF 80)

D-60325 Frankfurt am Main
GERMANY

 

 

 

 

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