Blog
  • Registrieren

GeoMon-Blog

In diesem persönlichem Blog widmen sich Sascha Heising und Heiko Störkel, gemeinsam mit Gastautoren, in unregelmäßigen Abständen zu Wort. Dabei werden, auch gerne mal etwas kritisch, sehr weiträumig Themen aus der Welt der Drohnen aufgegriffen und diskutiert. Die Beiträge spiegeln dabei in erster Linie die Gedanken und Meinungen der Autoren wieder und sollen zum Mitdiskutieren einladen. Über das Weiterleiten, Teilen und Verlinken der Beiträge freuen sich alle Autoren natürlich besonders.

Acht gute Gründe für Workstation-Grafikkarten für Agisoft PhotoScan Pro

Immer wieder sprechen mich Kunden auf das Thema Grafikkarten für ihre Workstation für Agisoft PhotoScan Pro und andere SfM-Software-Pakete an. Die beiden am häufigsten im Raum stehenden Fragen lauten:

  • Warum – zum Teufel (das wird oft mehr oder weniger so formuliert) – soll ich eine Grafikkarte kaufen die bis zu 10x teurer ist als eine gute Gamer-Grafikkarte?
  • Warum soll ich das auch noch machen, obwohl Agisoft explizit nicht mit den QUADRO-Karten von NVIDIA und FirePro-Karten von AMD wirbt?

Nun, zunächst muss festgestellt werden, dass man bei sehr guten Gaming-Grafikkarten wie der NIVIDA Titan oder der AMD Radeon R9 eine gleiche, teilweise sogar schnellere Leistung bekommt und das zu einem günstigeren Preis. Und ja, an dieser Stelle muss man auch sagen, die professionellen Grafikkarten kosten so viel, weil es immer noch genügend Abnehmer gibt. Unfair? Mag sein, aber das finden wir überall. Ich habe mir mal bei einer Führung an einem Feuerwehrauto die Arbeitshandschuhe angesehen. Die kosten ebenfalls 10x mehr als die gleichen im Baumarkt. „Nur die am Feuerwehrauto haben einen bestimmten Stempel, die im Baumarkt nicht“, erklärte mir der Feuerwehrmann.

Allerdings muss man auch sagen, dass der preisliche Abstand bei den Spitzenkarten deutlich geringer ist als bei einer Grafikkarte aus dem oberen Mittelfeld. Tatsache ist auch, dass man auf beiden Seiten den gleichen GPU-Chip verbaut. Schaut also nicht gut aus für die Workstation-Karten, oder? Jetzt sind Sie bestimmt auf das großer ABER gespannt.

Hier meine Argumente, die ich auch immer wieder unseren Kunden erläutere, für den Einsatz von professionellen Grafikkarten zur Berechnung von Bildern mit Agisoft PhotoScan Pro. Jeden dieser Gründe wird Ihnen ein anderer Experte bestätigen können.

  1. Stabilität: Stabilität geht vor Geschwindigkeit, Stabilität geht vor Geschwindigkeit! Jeder aber wirklich jeder der in einem professionellen Umfeld arbeitet weiß, dass die schnellste Kiste nichts bringt, wenn sie ständig kaputt ist. Zudem ist im Fall von Berechnungen mit PhotoScan in den wenigsten Fällen die Geschwindigkeit das entscheidende Kriterium. Gleichbleibende Stabilität gewährleisten nur Profi-Workstation-Grafikkarten. Heißt, Ihr System mit einer Gaming-Grafikkarte kann funktionieren, muss es aber nicht.
  2. Gewährleistung: Ein wunderbarer Punkt. OK, Sie sind Bastler und wollen alles selbst in der Hand haben, dann ist der Punkt wohl eher unwichtig für Sie. Allen Unternehmen, die einen Computer kaufen damit das Teil Geld für die Firma verdient, sei gesagt: „Lassen Sie bloß die Finger von solchen Experimenten!“ Kein PC-Hersteller, ob HP, DELL , Fujitsu oder sonst wer, wird Ihnen eine Consumer-Grafikkarte in das Gerät einbauen und dafür die Gewährleistung übernehmen. Austausch und Vor-Ort-Service gibt es nur mit Workstation-Grafikkarten. Für alle Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung ein KILLER-Kriterium.
  3. Optimierung: Schon mal eine Gamig-Grafikkarte gekauft? Da gibt es die „gleiche Karte“, nehmen wir mal eine NVIDIA GTX980 von einem halben Dutzend Hersteller. Hier Schrauben die Anbieter an Gehäuse, Bauform, Lüfter, etc. etc. Bei Workstation-Grafikkarten wird die Karte so ausgeliefert wie es die Chip-Hersteller empfehlen, nämlich optimiert. Und zwar hinsichtlich Zuverlässigkeit, geringem Stromverbrauch (Unternehmenskosten!) und geringe Abwärme. Meist Eigenschaften die von Unternehmen bevorzugt werden.
  4. Dauereinsatz: Wenn Sie schon mal ein Projekt mit 2.500 Bildern in PhotoScan Pro berechnet haben, wissen Sie – das kann dauern. 20h sind hier durchaus normal. Die professionellen Workstation-Grafikkarten sind für den Dauerbetrieb und eine lange Laufzeit ausgelegt. Vielleicht fragen Sie mal Ihre „Zocker“ im Unternehmen wie viele Karten Sie schon bei ihren nächtlichen Gelangen geschrottet haben, da wird die ein oder andere nach 8h Call of Duty und Co. dabei sein.
  5. Qualität: Die Qualitätsprüfung bei den Workstation-Karten wird von den Chipherstellern übernommen, während es bei den Consumer-Karten den Drittanbietern überlassen wird, ob überhaupt kontrolliert wird.
  6. Fehlerkorrektur: Im Gegensatz zu Gaming-Grafikkarten verfügen Workstation-Grafikkarten über Fehlerkorrekur-Technologie, die Berechnungen gerne mal vor dem Abstürzen bewahren (Stichwort: Endlosschleife).
  7. Double-Precission-Floating-Point-Unterstützung: Okay, das hat die NVIDIA Titan mittlerweile auch aber die Technologie ist sonst nur den Workstation Grafikkarten vorbehalten.
  8. Spezielle Treiber: Die Treiber für Workstation-Grafikkarten sind zertifiziert und optimiert.

Das hat Sie noch nicht überzeugt, Sie haben weiterhin Zweifel? Dann suchen Sie mit uns das direkt Gespräch, wir finden auch für Sie eine Lösung. Bedenken Sie bei Ihren Entscheidungen immer, Leistung ist nur eine Seite der Medaille, dass Sie diese Leistung auch heute, morgen und übermorgen verlässlich abrufen können die andere.

Bewerte diesen Beitrag:
Weiterlesen
2612 Aufrufe
4 Kommentare

Vulkan – Die nächste GPU API Generation für Agisoft und Co.?

Im Februar 2016 stellte die Khronos Gruppe den „Launch“ des neuen Grafik-Standards Vulkan vor. Warum ist das in diesem Blog eine Nachricht wert? Nun, die Khronos-Gruppe bzw. die Vulkan-Arbeitsgruppe ist nicht weniger als ein Zusammenschluss von namhaften Herstellern wie AMD, ARM, LunarG, NVIDIA und Google, eine nicht ganz alltägliche Allianz. Worum geht es? Glaubt man den wohlklingenden Ankündigungen soll Vulkan DER neue Standard in Sachen Grafik-API werden und z.B. OpenGL ablösen bzw. eine Alternative darstellen. Und spätestens hier sollte es bei uns allen klingeln, da unsere geliebten Softwarepakete alle genau diese API verwenden. Dies ist umso bemerkenswerter, da OpenGL mittlerweile 25 Jahre auf dem Buckel hat. In der IT ist das eine Ewigkeit. Zudem ist Vulkan der erste offene GPU-Standard seit eben genau diesen 25 Jahren. Es wird also spannend sein zu sehen, wer als erstes auf den Zug aufspringen wird. Nicht zuletzt dürften sich die vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen, die seit je her zu den großen Open-Source-Gemeinden gehören, darüber freuen.

Vulkan Logo

Wie kommt es zu Vulkan und was bringt uns das?

Nach meiner Beobachtung ist – wie so oft beim Thema Grafik – die Computerspiele-Industrie die treibende Kraft. Warum? Wer sich an die CeBITs der 90er erinnern kann wird schnell merken, dass das eigentlich nie anders war. Hier ist einfach jede Menge Geld im Spiel und in diesem Fall kann einem das nur Recht sein, wenn dadurch ein neuer Open-Source-Standard heraus springt. Natürlich wird auch deutlich, dass wohl insbesondere die Grafikengine-Entwickler dem Vulkan-Team einiges ins Gebetsbuch geschrieben haben aber anders als bei OpenGL dürften „wir“ diesmal von den Entwicklungen viel stärker profitieren, was mit der Architektur von Vulkan zu tun hat.

Wo liegt der wesentliche Unterschied zu OpenGL?

Der wesentliche Unterschied liegt in einem sehr schlanken Treiber, mit direkter GPU-Ansteuerung, währenddessen bei OpenGL sehr viele Funktionen im Treiber abgelegt sind, darunter ein vollwertiger GLSL-Compiler, Speicher Adressierung und Fehler-Erkennung. Bei Vulkan werden diese Aufgaben in eine „Application“ ausgelagert. Dadurch liegt automatisch weniger Code im Treiber, der weithin als Blackbox gilt. Jeder, der mal verschiedene Treiber auf seiner Grafikkarte ausprobiert hat, kennt diesen Effekt. Ein wirklich wichtiger Unterschied und meiner Beobachtung nach der für SfM-Anwender entscheidende Unterschied ist, dass sich so viele CPU-Cores parallelisieren lassen wie man möchte. Das wäre schon ein echter Hammer!

Und was ist mit DirectX12?

Natürlich hat Vulkan nicht nur im eigenen Lager Konkurrenz, sondern auch in DirectX12 und Metal, die aber jeweils nur Windows bzw. Apple-Systeme unterstützen. Wer aber weiß wie SfM-Software, wie Agisoft PhotoScan, gestrickt ist weiß, dass Plattformneutralität ein wichtiger Baustein ist. Vulkan wird eine Cross-Plattform sein und soll offen bleiben. Zudem ist mir keine SfM-Software bekannt die unmittelbar von DirectX profitiert. Das ist wieder ein Grund mehr, der gegen den intensiven Einsatz von Gamig-Grafikkarten im Profi-Bereich spricht, da kein Nutzen aus DirectX gezogen wird. Ich werde auf diesen und andere Aspekte in einem weiteren Artikel nochmal eingehen.

Eine der spannendsten Frage dürfte jetzt natürlich sein, warum sollten die Entwickler, z.B. von Agisoft ihre Arbeit mit OpenGL aufgeben und sicherlich sehr viel Zeit und Ressourcen in eine komplett neue Plattform stecken? Aus meiner Sicht gibt hier eine Khronos-Präsentationsfolie einen erstaunlich guten Hinweis, dass es so kommen wird. Denn bei den Entwicklern von Vulkan ist man sich durchaus bewusst, dass nicht jeder alles über Board schmeißen wird. Die zwei entscheidenden Gründe dürfte sein, dass SfM-Software CPU gebunden ist und dass die Grafikerstellung parallelisiert werden können. Aus diesem Grund bin ich mir sicher, dass es mittelfristig einen Wechsel zu Vulkan geben wird.

Fazit?

Aus meiner Sicht werden die großen Structure-from-Motion-Hersteller nicht um einen Schwenk hin zu Vulkan herum kommen. Dazu zeigt sich die API heute schon viel zu leistungsfähig, vor allem im Vergleich zu OpenGL. Für den Nutzer ist die Sache im Moment noch uninteressant aber das nächste Update kommt ganz bestimmt.

Bewerte diesen Beitrag:
Weiterlesen
2162 Aufrufe
0 Kommentare
Warte kurz, während wir den Kalender laden

GeoMon Zusammenfassung

Nachhaltigkeit und Transparenz in neuer Dimension:

Anders als beim herkömmlichen, meist bodenbezogenen, Monitoring wird bei GeoMon die Datengewinnung mittels „Drohnen“ also MUAV (Micro Unmanned Aerial Vehicles) durchgeführt und bietet die Möglichkeit eines mobilen, schnellen, umweltschonenden (geräusch- /emissionsarm) und häufigen Einsatzes. Die Bereitstellung der Geodaten und ihrer Auswertungen via Cloud-Services, ermöglicht dem Kunden den Vorteil, jederzeit seine Daten, mit GPS verortet, punktgenau vor Ort im Gelände (per Smartphone/Tablet) abzufragen.
Gute Bewirtschaftung von Flächen oder der Erfolg von Renaturierungsmaßnahmen wird nachvollziehbar, transparent und die Nachhaltigkeit der Wertschöpfung gestärkt.

 

 

Kontaktadresse

GeoMon
Heiko Störkel und Sascha Heising GbR

Senckenberganlage 31 (PF 80)

D-60325 Frankfurt am Main
GERMANY

 

 

 

 

Diese Webseite ist optimiert für Firefox 42.0
Sie können den Browser hier herunterladen

S5 Box

Login

Das können wir für Sie tun

  • Volumenbestimmungen
  • fkjakdjf #
  • AFAFJÖAFJ
  • kfjldjfjgfskjg
  • fdkdFJ#f#j

Bitte sprechen Sie uns an

 

Rekultivierung_s5Box

Das können wir für Sie tun

  • adsjkafj#afj
  • fjaFJa fj  fFJALK
  • FKFSJKA JF
  • FKKJDFKJjj
  • dsjg # dSD

Bitte sprechen Sie uns an